Zahnärztliche Früherkennungsuntersuchung : eine systematische Analyse des Informationsgehalts nationaler Kinderzahnarztpässe
Die vorliegende Dissertation stellt den Versuch dar, eine systematische Analyse der in Deutschland aktuell gebräuchlichen Zahnärztlichen Kinderpässe vorzunehmen. Die zahnärztlichen Kinderpässe – vergleichbar mit den Gelben Kinderuntersuchungsheften – dienen nicht nur als informatives Dokument, sondern auch als Erinnerungsstütze für die Früherkennungsuntersuchungen (FU1a-c, FUPr, FLA). Ihr langfristiges Ziel ist die Prävention vom Neugeborenen bis zum sechsten Lebensjahr, da jedoch jeder der 15 zahnärztlichen Kammerbereiche mit Ausnahme von Schleswig-Holstein und Bremen einen eigenen ZKPs (n =14) entwickelte, ist deren inhaltliche und formale Übereinstimmung unbekannt. Ziel dieser Arbeit war es deshalb, die inhaltliche Konsistenz, die formale Struktur sowie die Verständlichkeit der verschiedenen regionalen Ausführungen dieser Pässe zu bewerten und vor dem Hintergrund aktueller präventionsmedizinischer Anforderungen kritisch zu reflektieren. Im Zentrum stand dabei die Frage, inwiefern die ZKPs ihrem potentiellen Anspruch gerecht werden können, ein wirksames Instrument zur frühkindlichen Kariesprävention zu sein – insbesondere im Hinblick auf vulnerable Bevölkerungsgruppen, die in besonderem Maße von edukativen Maßnahmen profitieren würden.
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