Erotic Talk- Kommunikation im Zusammenhang mit sexuellen Begegnungen

Sprachliche Kommunikation bei sexuellen Begegnungen lässt sich in einen individualistic und einen mutualistic – letzteres meint einen gegenseitigen/wechselseitigen – erotic talk unterteilen. Ersterer zielt vorwiegend auf das eigene, eher subjektive Erleben, während Letzterer Bindung und Intimität in den Vordergrund stellt und – so die Annahme – mit sexueller Gesundheit einhergeht.

In einer Onlinebefragung wurden mittels Sex-Talk-Fragebogen (Jonason et al., 2016) sowie mittels Kurzfragebogen für sexuelle Probleme (Hartmann, 2000) Daten von 377 Personen erhoben.

Die Auswertung ergab positive Korrelationen zwischen Lustempfinden, Erregung, Orgasmusfähigkeit und sexueller Zufriedenheit bei beiden Formen des erotic talk – allerdings in unterschiedlichen Ausprägungen. Hervorzuheben sind die Zusammenhänge zwischen dem Lustempfinden von Frauen bzw. der Erektionsfähigkeit von Männern und den jeweiligen Kommunikationsformen. Bezüglich des Auftretens von Schmerzen wurde hingegen kein Zusammenhang festgestellt.

Die Ergebnisse sind v.a. für langfristige Paarbeziehungen relevant, denn eine auf Bindung und Intimität ausgerichtete Kommunikation (mutualistic talk) könnte die sexuelle Gesundheit verbessern, etwa bei erektiler Dysfunktion oder gering ausgeprägter Libido.

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