Genauigkeit klinischer Diagnosen von Neoplasien der Konjunktiva verglichen mit den histologischen Befunden nach Exzision
Neoplasien der Bindehaut umfassen eine Vielzahl verschiedener Entitäten mit unterschiedlicher klinischer Präsentation. Zwar wurden in Studien klinische Malignitätskriterien beschrieben, dennoch ist eine eindeutige klinische Diagnose nicht immer möglich. In dieser Studie wurde die Genauigkeit Insgesamt wurden 224 Befunde ausgewertet. 75 % der Fälle waren histologisch benigne, 25 % maligne. Histologisch zeigten sich in 9,5 % (n=21) maligne epitheliale Neoplasien, in 8,6 % (n=15) maligne melanozytäre Befunde.
der klinischen Vorhersage der Dignität sowie der Diagnosen von verschiedenen Tumoren der Konjunktiva ermittelt. Es wurde eine retrospektive Auswertung aller Fälle mit Exzision eines konjunktivalen Befundes und histologischer Untersuchung im Zeitraum 2011 -2021 durchgeführt. Zur Ermittlung der Genauigkeit der klinischen Vorhersage der Dignität und der Diagnose wurden diese mit dem histologischen Befund als Goldstandard verglichen. Es wurde die Spezifität, Sensitivität, der positive Vorhersagewert sowie der positive und negative Likelihoodquotient für die klinische Diagnose und die Vorhersage der Dignität ermittelt. Als Parameter zur Übereinstimmung zwischen klinischer und
histologischer Diagnose wurde der Cohens-Kappa Wert ermittelt.
Die Sensitivität für die klinische Vorhersage einer benignen Läsion lag bei 86 % (KI 50 %-90 %), die Spezifität bei 95 % (KI 80%-90 %) und der positive Vorhersagewert bei 98 % (KI 0 %-100 %). Der ermittelte Cohen´s kappa Wert betrug 0,7 . Eine klinische Vorhersage maligner Dignität ergab eine Sensitivität von 95 % (KI 80 %-90 %), eine Spezifität von 88 % (KI 80 %-90 %) und einen positiven Vorhersagewert 70 % (KI 60 %-80 %). Der Cohen´s kappa Wert ergab 0,8 (KI 0,6-0,9). Die Genauigkeit der klinischen Diagnose sowie die Vorhersage der Dignität sind als gut anzusehen. Es ist anzunehmen, dass im klinischen Alltag bei unklarem Befund tendenziell eine sichere Diagnostik über Exzision angestrebt
wird, um einen malignen Befund auszuschließen.
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