Tuomo Fonsén. 2006. Kunstlöbliche Sprachverfassung unter den Teutschen. Studien zum Horrendum Bellum Grammaticale des Justus Georg Schottelius (1673) (Finnische Beiträge zur Germanistik 17). Frankfurt am Main u. a.: Peter Lang. 316 S
Die Grammatiken und sprachtheoretischen Traktate der frühen Neuzeit sind Stiefkinder der Forschung. Umso begrüßenswerter ist es, wenn inneuerer Zeit wieder verstärkt die Bemühungen der deutschen Sprachgesellschaften des Barock wissenschaftlich gewürdigt werden. 1 Das (sprach)patriotische Ziel dieser Bemühungen war – vereinfacht ausgedrückt – ein Zweifaches: die Etablierung und die ‚Reinigung‘ der Muttersprache. Neben Georg Philipp Harsdörffer (1607-1658) ist hier v. a. Justus Georg Schottelius (1612-1676) zu nennen. Seine in der Ausführlichen Arbeit von der Teutschen HaubtSprache (1663) entwickelten sprachkritischen Überzeugungen hat er in literarisierter Form in seinem allegorischen Horrendum Bellum Grammaticale (im Folgenden HBG) dargestellt, in dem ein Krieg der Wortarten den Sprachverfall versinnbildlicht. Obwohl das HBG für Sprach- wie für Literaturwissenschaftler ein breites Betätigungsfeld eröffnet, ist die Zahl der einschlägigen Veröffentlichungen gering.
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