Sexualität ist politisch
Der Beitrag strukturiert das weite Feld der Zusammenhänge von Sexualität und Politik unter Verwendung eines breiten sexualwissenschaftlich gefassten Sexualitätsbegriffs und einer gouvernementalitätstheoretischen Perspektive von Politik. Die politische Formierung von Sex, Gender und Begehren sowie diversen sexuellen Identitäten wird entlang der Subjektivierungsprozesse, der Inkorporation symbolischer Ordnungssysteme und Interaktionsroutinen entfaltet. Der makrosoziale Einfluss postdemokratischer1 Gefahren- und Sicherheitsdiskurse wird am Beispiel der Skandalisierung vermeintlich sexuell motivierter Gewalt unter Kindern in einer Kindertagesstätte illustriert und abschließend ein Ausblick auf Möglichkeiten der Sexualkulturgestaltung gegeben.
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