Sesshaftwerdung : Aspekte der Niederlassung im Neolithikum in Obermesopotamien

In Südwestasien vollziehen sich im Epipaläolithikum und Neolithikum Prozesse, die zu tiefgreifenden Umwälzungen in den betroffenen Gesellschaften führten. Von entscheidender Bedeutung in der kulturellen Entwicklung waren hierbei der Beginn der Sesshaftwerdung und der Übergang von der aneignenden zur kontrollierenden und produzierenden Wirtschaftsweise. Änderungen der klimatischen und geographischen Bedingungen am Übergang vom Pleistozän zum Holozän begünstigten die Ausbreitung und Neuentstehung von Vegetation. In welchem Maße die Eigenschaften des jeweiligen Naturraumes, mit dem der prähistorische Mensch interagierte, für die Herausbildung des Neolithikums von Bedeutung war, ist Gegenstand dieser Arbeit. Es werden archäologisch erschlossene Siedlungen in Obermesopotamien in Bezug auf den Naturraum untersucht. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit die natürlichen Rahmenbedingungen Einfluss auf die Lebensweise früher sesshafter Menschen und deren Siedlungsplatzwahl hatten.

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