Einfluss der hepatischen Mikroumgebung auf das Migrationsverhalten prämaligner und maligner Pankreasgangepithelzellen
Ziel der vorliegenden Studie war es, zu untersuchen, welchen
Einfluss die Lebermikroumgebung auf EMT und Migrationsverhalten von PDEC hat. Prämaligne (H6c7-Kras) und maligne (PancTu1) PDEC wurden indirekt mit hepatischen Sternzellen (HSC) oder hepatischen Myofibroblasten (HMF) cokultiviert. Dabei stellten HSC eine physiologische und HMF eine entzündliche Lebermikroumgebung dar. Nach fünf Tagen Cokultur wurde das Zellwachstum mittels Zellzählung, die Expression von EMT Markern und Proteinen mittels PCR und Western Blot und die Migrationsfähigkeit mittels Wundheilungsversuchen untersucht. Sowohl das Zellwachstum der PDEC als auch deren Expression von EMT-assoziierten
Markern wurden durch die Cokultur mit HMF im Vergleich zur Kultivierung mit HSC gesteigert. PancTu1-Zellen zeigten dabei eine höhere basale Expression des epithelialen Markers E-Cadher-
in als H6c7-Kras-Zellen. In Einklang damit migrierten die H6c7-Kras-Zellen schneller als die PancTu1-Zellen, und die Cokultur mit HMF führte in beiden PDEC-Zellinien zu langsameren Wundverschlüssen im Vergleich zur HSC-Cokultur. Insgesamt deuten diese Daten darauf hin, dass eine entzündliche Lebermikroumgebung – gekennzeichnet durch eine höhere Präsenz von HMF – das Zellwachstum fördert und zu einer gesteigerten E-Cadherin-Expression und damit einhergehend einer reduzierten Migrationsfähigkeit führt. Die hepatische Mikroumgebung ist folglich eine wichtige Determinate für die Modulation von Zellwachstum und EMT-assozierten Eigenschaften von PDEC in Abhängigkeit des vorherrschenden Inflammationszustandes.
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