Möglichkeiten der Früh-Detektion einer Anastomoseninsuffizienz nach Eingriffen am oberen und am unteren Gastrointestinaltrakt anhand von Serum-, Labor- und Drainageparametern unter Berücksichtigung postoperativer Komplikationen verschiedener Anastomosenlokalisationen
Die Anastomoseninsuffizienz ist bis heute eine der meist gefürchtetsten postoperativen Komplikationen, da diese mit einer hohen Letalität einhergeht. Ziel der Arbeit ist, die Möglichkeiten der Früh-Detektion von Anastomoseninsuffizienzen nach Eingriffen am oberen und am unteren Gastrointestinaltrakt anhand von Serum-, Labor- und Drainageparametern zu verbessern. Im Rahmen der Studie konnte für den oberen Gastrointestinaltrakt (n = 40) ein Serum-Drainagen-Score (-15,27 + (0,89 × Drainagen-BGA-Laktat) + (0,033 × CRP)) zur Früh-Detektion von Anastomoseninsuffizienzen entwickelt werden. Dieser setzt sich aus dem entzündlichen Laborparameter CRP und dem Laktatwert des Drainagensekrets zusammen. Eine Kombination aus CRP- und Drainagen-BGA-Laktat-Werten zur Scoreberechnung, um eine Anastomoseninsuffizienz frühzeitig zu erkennen, wurde in der Literatur bisher noch nicht beschrieben. Mithilfe des neu entwickelten Scores wurde am dritten postoperativen Tag ein Cut-off-Wert von -1,8 sowie ein AUC von 0,97 mit einer Sensitivität von 100 % und einer Spezifität von 80,9 % berechnet. Der Serum-Drainagen-Score kann als ein geeigneter Prädiktor zur Früherkennung einer Anastomoseninsuffizienz nach robotischen Resektionen am oberen Gastrointestinaltrakt eingesetzt werden.
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